Satzung der Stiftung Kultur für Kinder

§1 Name, Sitz, Rechtsform

Die Stiftung führt den Namen

Stiftung Kultur für Kinder.

Ihr Sitz ist in Düsseldorf. Sie ist eine unselbstständige treuhänderisch verwaltete Stif­tung.

§2 Zweck
  • Die Stiftung verfolgt ausschließlich und unmittelbar ge­meinnützige und mildtätige Zwecke im Sinne des Abschnitts "Steuerbegün­stigte Zwecke" der Abgabenordnung. Zweck der Stiftung ist die Förderung von a) Bildung und Erziehung sowie b) Kunst und Kultur und c) die Unterstützung von hilfsbedürftigen Personen i.S. des § 53 Abgabenordnung, und zwar sowohl im In- als auch Ausland.
  • Die Zwecke der Stiftung sollen insbesondere verwirklicht werden durch:
a) Förderung der künstlerischen Erziehung (bildende Kunst, Theater, Musik) von Kindern ab 6 Jahren, vornehmlich aus sozial schwachen und/oder bildungsfernen Familien dadurch, dass Ihnen der Besuch einer dazu geeigneten Einrichtung ermöglicht wird
b) Vergabe von Stipendien, Preisen oder ähnlichen Zuwendungen an Kinder ab sechs Jahren im Bereich der künstlerischen Betätigung
c) Organisation und Durchführung von kulturellen Aktivitäten und Aktionen mit Kindern
d) Hinführung von Kindern an Kunst, Musik, Theater und Kultur
e) Wissenstransfer im Bereich der Organisation von künstlerischen und musikalischen Aktivitäten mit Kindern an ausführende Einrichtungen
f) Förderung der Zusammenarbeit von kulturellen Institutionen und Aktionen, lokal, überregional und international
g) Unterstützung von gemeinnützigen Organisationen, die die kulturelle Ausbildung und  Förderung von Kindern zum Ziel haben sowie die weiteren Zwecke dieser Stiftung verfolgen.
  • Eine Förderung durch die Stiftung soll nicht dazu führen, dass die öffentliche Hand zu Lasten der Stiftung von einer Förderung Abstand nimmt. Sie nimmt insbesondere keine Pflichtaufgaben der öffentlichen Hand wahr.
§3 Selbstlosigkeit/Verwendung der Stiftungsmittel
  • Die Stiftung ist selbstlos tätig; sie verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.
  • Mittel der Stiftung dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Es darf keine Person durch Aus­gaben, die dem Zweck der Stiftung fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütung begünstigt werden.
  • Neben der direkten Förderung kann die Stiftung Mittel für die Verwirklichung der vorbeschriebenen Zwecke einer anderen steuerbegünstigten Körperschaft oder einer Körperschaft des öffentlichen Rechts im Sinne des § 58 Nr. 1 AO beschaffen oder dieser eigene Mittel zuwenden.
  • Über die Vergabe von Stiftungsmitteln entscheidet der Vorstand. Ein Rechtsanspruch auf die Zuwendung von Stif­tungsmitteln besteht nicht.
  • Die Stifter und ihre Erben bzw. Rechtsnachfolger erhalten in dieser Eigenschaft keine Zuwendungen aus Mitteln der Stiftung.
§4 Vermögen der Stiftung
  • Das Grundstockvermögen der Stiftung besteht aus dem der Stiftung durch das Stiftungsgeschäft zugewandten Vermögen.
  • Das Vermögen der Stiftung kann durch Zustiftungen unter den Voraussetzungen des § 58 Nr. 11 AO unbegrenzt erhöht werden. Die Annahme von Zustiftungen bedarf der Bestätigung durch den Vorstand. Dieser darf die Bestätigung nur aus wichtigem Grund versagen.
  • Das Stiftungsvermögen ist in seinem Bestand dauernd und ungeschmälert zu erhalten. Ein Rückgriff auf die Substanz des Stiftungsvermögens ist nur mit vorheriger Zustimmung der Aufsichtsbehörde zulässig, wenn der Stifterwille an­ders nicht zu verwirklichen ist und der Bestand der Stiftung für angemessene Zeit gewährleistet ist. Der Vorstand ist berechtigt, bei Zustiftungen, die ganz oder teilweise aus Sachwerten bestehen, diese zum Zwecke der Vermögensumschichtung zu veräußern. Der Veräußerungserlös aus Vermögensumschichtungen ist dem Stiftungsvermögen zuzuführen. Zuwendungen aus letztwilligen Verfügungen können dem Stiftungsvermögen zugeführt werden, wenn die Erblasser keine Bestimmungen über die Verwendungsform der Zuwendung getroffen haben.
  • Die Erträge aus dem Stiftungsvermögen und Spenden abzüglich der Verwaltungskosten sind zur Erfüllung des satzungsgemäßen Stiftungszwecks zu verwenden.
  • Freie und zweckgebundene Rücklagen dürfen gebildet werden, soweit dadurch die steuerliche Begünstigung nicht gefährdet wird.
§5 Organe der Stiftung

 

  • Organe der Stiftung sind a) das Kuratorium und b) der Vorstand.
  • Eine gleichzeitige Mitgliedschaft in Vorstand und Kuratorium ist unzulässig.
  • Die Mitglieder der Stiftungsorgane haften nur für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit.
§6 Zusammensetzung des Kuratoriums
  • Das Kuratorium besteht aus mindestens drei, höchstens fünfzehn Mitgliedern. Die erste Berufung der Mitglieder erfolgt im Stiftungsgeschäft. Das Kuratorium wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden. Die Mitglieder des Kuratoriums scheiden spätestens mit Vollendung des 75. Lebensjahres aus dem Kuratorium aus.
  • Scheidet ein Mitglied aus dem Kuratorium aus, wählen die verbliebenen Kuratoriumsmitglieder ein neues Mitglied hinzu. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag.
  • Die Mitglieder des Kuratoriums sind ehrenamtlich tätig. Ihnen dürfen keine Vermögensvorteile zugewendet werden. Sie haben Anspruch auf Ersatz der ihnen entstandenen notwendigen angemessenen Auslagen und Aufwendungen.
§7 Aufgabene des Kuratoriums

1. Aufgabe des Kuratoriums ist es, den Vorstand zu beraten und die Beachtung des Stifterwillens sicherzustellen.

2. Das Kuratorium schlägt dem Vorstand Maßnahmen vor, die besonders geeignet sind, den Stiftungszweck zu erfüllen.

3. Näheres kann in einer Geschäftsordnung geregelt werden, über die das Kuratorium beschließt.

§8 Vorstand

 

  • Der Vorstand besteht aus zwei bis höchstens fünf Personen. Der erste Vorstand wird im Stiftungsgeschäft ernannt. Mitglied des ersten Vorstands und Vorsitzende des ersten Vorstands ist Frau Claudia Seidensticker. Sie ist Mitglied des Vorstands auf Lebenszeit und kann nur aus wichtigem Grund abberufen werden. Im Falles des Todes von Frau Claudia Seidensticker-Fountis rückt Herr Anastassios Fountis, Grafenberger Allee 269, Düsseldorf zu gleichen Bestimmungen an ihre Stelle.
  • Die Amtszeit der Mitglieder des Vorstandes beträgt vier Jahre. Wiederwahl – auch mehrmalig – ist zulässig. Scheidet ein Mitglied des Vorstandes während seiner Amtszeit aus dem Vorstand aus, wird ein neues Mitglied nur für den Rest der noch laufenden Amtszeit des ausgeschiedenen Mitglieds von den übrigen Vorstandsmitgliedern gewählt. Der Vorstand wählt aus seiner Mitte einen Vorsitzenden und einen Stellvertreter.
  • Die Mitglieder des Vorstands sind ehrenamtlich tätig, ihnen dürfen keine Vermögensvorteile zugewendet werden. Sie erhalten nur ihre notwendigen angemessenen Auslagen und Aufwendungen erstattet, nach Maßgabe eines entsprechenden Beschlusses des Vorstands.

 

§9 Aufgaben des Vorstands
  • Der Vorstand vertritt die Stiftung gerichtlich und außer­gerichtlich.
  • Die Stiftung wird von zwei Vorstandsmitgliedern gemeinsam vertreten. Eines der handelnden Mitglieder muss entweder der Vorsitzende oder der stellvertretende Vorsitzende sein. Der Vorstand führt die Geschäfte der Stiftung.
  • Er hat insbesondere folgende Aufgaben:

a) Mehrung und Verwaltung des Stiftungsvermögens einschließlich der Buchführung über den Bestand und Veränderungen des Stiftungsvermögens sowie über die Einnahmen und Ausgaben der Stiftung,
b) Verwendung der Stiftungsmittel,
c) Vorlage einer Jahresabrechnung mit einer Vermögens­übersicht (Jahresabschluss) und eines Berichts über die Erfüllung des Stiftungszwecks an die Stiftungsbehörde innerhalb von drei Monaten nach Ablauf jedes Kalenderjahres,
d) Beschlussfassung über die Annahme von Zustiftungen,
e) Vorschläge an das Kuratorium für die Berufung weiterer oder neuer Vorstandsmitglieder,
f) Vorschläge an das Kuratorium zu Satzungsänderungen, zur Zusammenlegung oder Aufhebung der Stiftung.

  • Der Vorstand kann sich eine Geschäftsordnung geben.
  • Für die laufenden Geschäfte kann der Vorstand Hilfskräfte anstellen oder für besondere Aufgaben externe Berater beauftragen. Mitglieder des Vorstands können weder Ange­stellte der Stiftung noch entgeltliche Berater sein.
§10 Sitzungen und Beschlüsse des Vorstands
  • Die Sitzungen des Vorstands werden vom Vorsitzenden, im Verhinderungsfall vom stellvertretenden vorsitzenden mit einer Frist von zwei Wochen unter Angabe der Tagesordnung einberufen.
  • Der Vorstand ist einzuberufen, wenn mindestens die Hälfte der Mitglieder dies unter Angabe des Beratungspunktes verlangt. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn die Hälfte, mindestens aber zwei Mitglieder, darunter der Vorsitzende oder sein Stellvertreter, anwesend sind.
  • Beschlüsse werden mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, sofern diese Satzung nichts anderes vorschreibt. Bei Stimmengleichheit entscheidet die Stimme des Vorsitzenden, im Verhinderungsfall die seines Stellvertreters.
  • Beschlüsse können auch im schriftlichen Verfahren, per Telefax oder in elektronischer Form gefasst werden, wenn alle Mitglieder damit ihr Einverständnis erklärt haben oder mitwirken. Dies gilt nicht für Satzungsänderungen, Zusammenschlüsse mit anderen Stiftungen oder die Auflösung dieser Stiftung.
  • Über das Ergebnis der Sitzung ist eine Niederschrift zu fertigen, die vom Vorsitzenden bzw. stellvertretenden Vorsitzenden zu unterzeichnen ist.
§11 Satzungsänderung/Anfall des Stiftungsvermögens
  • Satzungsänderungen, die nicht den Stiftungszweck betreffen, sind zulässig. Die Beschlüsse dürfen die Steuerbegünstigung der Stiftung nicht beeinträchtigen. Dies ist zuvor mit dem zuständigen Finanzamt abzustimmen.
  • Eine Änderung des Stiftungszwecks ist nur zulässig, wenn eine Verwirklichung des Stiftungszwecks unmöglich wird oder auf Grund geänderter Verhältnisse nicht mehr sinnvoll erscheint. Der Stiftungszweck kann auch unabhängig von Satz 1 erweitert werden. Dabei ist sicher zu stellen, dass nur nach der Änderung eingehende Zuwendungen für diesen Zweck verwandt werden. Der geänderte oder neue Stiftungszweck muss ebenfalls steuerbegünstigt sein.
  • Beschlüsse über eine Satzungsänderung bedürfen der Zustimmung von zwei Dritteln der Mitglieder des Kuratoriums.

 

§12 Zusammenschluss, Auflösung, Vermögensanfall
  • Der Vorstand kann mit einer Mehrheit von drei Vierteln seiner Mitglieder den Zusammenschluss mit einer oder mehreren anderen gleichen steuerbegünstigten Zwecken dienenden Stiftungen beschließen, wenn es die Umstände nicht mehr zulassen, den Stiftungszweck dauernd und nachhaltig zu erfüllen und auch die nachhaltige Erfüllung eines nach § 12 Abs. 2 geänderten oder neuen Stiftungszwecks nicht in Betracht kommt. Die durch den Zusammenschluss entstehende neue Stiftung muss ebenfalls steuerbegünstigt sein.
  • Der Vorstand kann  mit einer Mehrheit von drei vierteln seiner Mitglieder die Auflösung der Stiftung beschließen, wenn es die Umstände nicht mehr zulassen, den Stiftungszweck dauernd und nachhaltig zu erfüllen und auch die nachhaltige Erfüllung eines nach § 12 Abs. 2 geänderten oder neuen Stiftungszwecks nicht in Betracht kommt.
  • Bei der Auflösung oder Aufhebung der Stiftung oder bei Wegfall der steuerbegünstigten Zwecke fällt das Vermögen an den gemeinnützigen Verein KRASS e.V. mit Sitz in Düsseldorf (VR 10255, AG Düsseldorf) oder, falls dieser nicht mehr bestehen sollte, an # , die es unmittelbar und ausschließlich für Zwecke gemäß § 2 oder unmittelbar und ausschließlich für andere gemeinnützige Zwecke zu verwenden haben.

 

§13 Inkrafttreten

Die Stiftung tritt am 25. August 2010 in Kraft.